Ostwestfälischer Turngau
Montag, 19.08.2019, 08:02:13
Westfälische Gymnastinnen landen im Mittelfeld

Zeitgleich zum NRW-Turnfest fand in Nürnberg die Deutsche Meisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik statt. Für Westfalen gingen insgesamt vier Gymnastinnen der Schwerter TS und des SC Grün-Weiß Paderborn an den Start. In der höchsten Altersklasse, der Meisterklasse, kam Jana Martin (Schwerter TS) zunächst gut in den Wettkampf. Die höchste Wertung bekam sie für ihre Choreografie mit dem Ball. Mit nur 0,05 Punkten verpasste sie das Gerätefinale denkbar knapp.

Westfalen bei DM im Mittelfeld

Mit dem Band unterliefen ihr dann allerdings größere Fehler. Nach einem Knoten tauschte sie das Gerät gegen das Ersatzband an der Fläche. Da ihr ursprüngliches Band aber nicht komplett den Teppich verlassen hatte, kam am Ende nochmal ein Abzug von 0,5 Punkten dazu. Somit erreichte Jana insgesamt Platz 14.

Ihre Vereinskameradin Elisabeth Ebel hatte ebenfalls etwas Pech mit dem Band. Durch die heißen Temperaturen klebte das empfindliche Gerät regelrecht an ihrem Körper, so dass einige Abzüge in der Ausführungsnote zustande kamen. In der Keulenübung erreichte sie einen guten Schwierigkeitswert, aber leider führten zwei Geräteverluste zu Abzügen in der Ausführung. Insgesamt lag sie auf Platz 19.

In der JLK 15 erreichte Sonja Mazur (SC GW Paderborn) Platz 12. Sie turnte ihre vier Übungen mit dem Seil, dem Ball, den Keulen und dem Band sehr ausdrucksstark. Durch ihre ausgereifte Körpertechnik erreichte sie gute Schwierigkeitswerte. Leider kamen in jeder Übung gerätetechnische Fehler dazu.

Für Margarita Ebel (Schwerter TS) war es die erste Deutsche Juniorinnenmeisterschaft, nachdem sie den Schülerinnenbereich verlassen hat. Sie konnte die Kampfrichter besonders mit ihrer Ballübung überzeugen. Insgesamt landete sie mit einem guten Platz 18 im Mittelfeld.

Deutschland-Cup – zu viele Geräteverluste

Bereits zwei Wochen zuvor gingen die Gruppen der Wettkampfklasse beim Deutschland-Cup in Tübingen an den Start. In der Juniorinnenwettkampfklasse hatten sich zwei Gruppen des TV Borken qualifiziert. Leider unterliefen beiden Teams in einem Durchgang größere Geräteverluste, bei denen das Gerät die Fläche verließ. Insgesamt erreichte die Mannschaft 1 Platz 25, die zweite Mannschaft Platz 29.

In der Freien Wettkampfklasse sorgte die Gruppe der TG Münster für das beste westfälische Ergebnis. Während im ersten Durchgang der Choreografie mit fünf Bällen noch einige Gerätefehler zu verzeichnen waren, war die zweite Übung wesentlich stabiler, so dass die Gruppe auf Rang 12 landete. Der TuS Friedrichsdorf erreichte Platz 20.

Text: Kristina Scheibner

Entnommen aus dem Westfalenturner Nr. 7 Juli/August 2019