Ostwestfälischer Turngau
Montag, 23.05.2022, 22:31:39
Gauturnratssitzung vom 28. April

Unter dem Vorsitz des Gauvertreters, Gymnasiallehrer Meyer zu Köcker, Lippstadt, hielt der Ostwestfälische Turngau am 28. April in Soest, im Gasthof Andernach seine diesjährige 2. Gauturnratssitzung ab.
Beginn 18.30 Uhr abends.

Die einzelnen Fachwarte berichteten zunächst über die in diesem Jahre bereits vor sich gegangenen turnerischen und sportlichen Veranstaltungen des Gaues, sowie über die abgehaltenen Lehrgänge usw., die alle einen befriedigenden Verlauf nahmen.

Am 19. und 20. Mai findet für die Vereine des 1. Bezirks ein 2 tägiger Lehrgang in Borgeln statt.
Ein Vertreter jedes Vereins erhält die Fahrtkosten und Spesen vom Gau erstattet. Da am 20. Mai die Reichs- und Landtagswahlen abgehalten werden, müssen diejenigen Turnbrüder, die ihrer Wahlpflicht nachkommen wollen, sich von der zuständigen Polizeibehörde einen Wahlschein ausstellen lassen. Auf den Wahlschein hin kann dann in Borgeln gewählt werden.

Für die beiden Bezirksfeste und das Gausport- und Spielfest in Lippstadt wurde der Gaugeschäftsführer zum Berichterstatter ernannt.

Das in der Zeit vom 26.-29. Juli in Köln stattfindende Deutsche Turnfest bildete den Gegenstand längerer Besprechungen. Insbesondere wurde die Frage der Gestellung von Sonderzügen für die Reisen nach und von Köln zum Deutschen Turnfest eingehend untersucht. Die Gauleitung kam zu dem Entschluß, keine Sonderzüge wegen der Kürze der Strecke einlegen zu lassen, den Vereinen jedoch die Beantragung von Gesellschaftsfahrten zu empfehlen. Eine Gesellschaftsfahrt kann bei mindestens 20 Teilnehmern angemeldet werden.
Die Ermäßigung des Fahrpreises beträgt dann 25 Prozent. Der Meldeschluß für Teilnehmerkarten ist vom Deutschen Turnfest-Ausschuß bis zum 20. Mai verlängert worden.

Der Besuch der in Dortmund im Eintrachthause eingerichteten Turnschule wird den Vereinen warm empfohlen. Da den Vereinen durch die Beschickung der Turnschule nur geringe Kosten entstehen, wird gebeten, von dieser günstigen Gelegenheit zur Ausbildung von Vorturnern und Turnwarten ausreichend Gebrauch zu machen.

Nach Besprechung noch weiterer turnerischer Angelegenheiten wurde die Sitzung um 23.30 Uhr geschlossen.

Konrad Hagemeister

entnommen aus "Blätter für den Ostwestfälischen Turngau" No. 134, Mai 1928