Ostwestfälischer Turngau
Donnerstag, 04.03.2021, 07:34:56
Im September wurden...

... Ingrid Deimel und Ingrid Knetsch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zwei Ehrungen, zu denen alle Turnerinnen und Turner im Westfälischen Turnerbund von Herzen gratulieren.
Denn wir alle sind uns einig, dass beide Ingrids diese hohe Auszeichnung mehr als verdient haben, wie die nachfolgenden Würdigungen verdeutlichen sollen.

Zunächst zu Ingrid Deimel: Seit 18 Jahren bringt "Ikki" - so ihr Rufname im TV Geseke - ihre Ideen und Erfahrung in die Verbandsarbeit ein. Sie hat das Gerätturnabzeichen mit entwickelt, war sechs Jahre Landesturnwartin und ist seit 1998 bei den Frauen im Landes- und Landesturnausschuss. Bei den Vorführungen anlässlich der Deutschen Turnfeste und Weltgymnaestraden war Ingrid Deimel ebenso in vorderster Reihe eingebunden wie bei unseren Landesturnfesten. Gerne erinnern wir uns an die Jedermann-Wettkämpfe, wie z. B. an den "Jumbo-Test" in Hamm oder an das jüngste "Affenerlebnis" in Rheine, die von Ingrid mit viel Phantasie geplant, gestaltet und durchgeführt worden sind.

Wenn wir gefragt würden, wie man Ingrid Deimel am besten charakterisieren kann, fiele uns die Antwort nicht schwer: Sie ist eine begeisterte Turnerin, die allen Freude an der Bewegung vermittelt und dies auch durch ihre Teilnahme an Wettkämpfen vorlebt. Darüber hinaus ist sie lustig, gesellig und kreativ; aber auch bewahrend, wenn es um turnerische Ideale geht. Kurzum: Turnen mit Ingrid Deimel macht Spaß. Oder wie es der "Patriot" in Lippstadt formulierte: "Wer einmal mit Ikki geturnt hat, der bleibt dabei."

Ähnliche Laudatio für Ingrid Knetsch:
Wenn man ihre Vita liest, muss man unwillkürlich fragen, wo diese Frau ihre Energie hernimmt. Denn Ingrids bürgerschaftliches Engagement umfasst zwei Schreibmaschinenseiten und erstreckt sich neben dem Turnen auf allen Ebenen auch auf die Politik, die Kindergartenarbeit sowie das Amt einer Hauptschöffin.

Was das Turnen betrifft, so ist Ingrid Knetsch bereits seit Kindesbeinen aktiv gewesen. Zwar gab es während der beruflichen Ausbildung und bis zur Geburt ihres Sohnes eine vorübergehende Unterbrechung; doch schon kurze Zeit danach drängte es Ingrid, mehr zu tun, als "nur" Hausfrau und Mutter zu sein. Und so begann der Einstieg in die ehrenamtliche Arbeit, die ihres gleichen sucht.
Dabei gehört Ingrid nicht zu denjenigen, die ihre Ämter durch irrtümliches Fingerheben erworben haben. Nein - bei Ingrid weiß man, dass sie ihre Aufgaben mit Kompetenz und innerer Anteilnahme ausfüllt.

So können wir zusammenfassend feststellen, dass hier zwei Turnerinnen ausgezeichnet worden sind, die sich mit ganzer Kraft und unter Hintanstellung der eigenen Person für das Gemeinwohl eingesetzt haben und deshalb als Vorbilder für bürgerschaftliches Engagement gelten können. Und wir sind uns sicher, dass sie noch viele Jahre so wirken werden.

entnommen aus dem Westfalenturner Nr. 10 Oktober 2004